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Nutzer-Erfahrungen

Passivhäuser sind keine industriell gefertigten Produkte - und die Zahl der Hersteller von Komponenten, die als Passivhaus-geeignet gelten, zählt mehrere Hundert. Jeder Architekt, der sich die Kenntnisse zu eigen macht, kann Passivhäuser entwerfen - und jedes Bauunternehmen sie errichten, gleichgültig, welche Bauweise sie anbieten. Lernen, wie das gemacht wird, müssen alle Beteiligten - aber mit ein paar Grundkenntnisse geht das gar nicht so schwer von der Hand.

Das Passivhaus erlaubt eine Energieeinsparung von etwa 75 Prozent gegenüber Neubauten, die nach den Vorgaben der Energieeinspar-Verordnung errichtet werden. Ist das Leben in einem Passivhaus also ein Leben in einer „Energiesparkiste“?

Mehrere Tausend Bewohner leben inzwischen in Passivhäusern. Sie erleben Tag für Tag, was es bedeutet, in einem Passivhaus zu wohnen. Aussagen dieser Passivhaus-Bewohner werden hier zitiert - ungeschminkt und unkommentiert.



wolfgang_geber_passivhaus.jpg„Mit Sicherheit ist ein Passivhaus unter Betrachtung der Gesamtkosten über den gesamten Nutzungszeitraum günstiger als ein konventionelles Haus. Aber auch bei der Frage, ob sich ein Passivhaus auch jenseits der Kostenbetrachtung lohnt, lautet die Antwort eindeutig 'Ja', denn beim Passivhaus handelt es sich nicht um eine nüchterne Geldanlage, die eine möglichst hohe Rendite abwerfen soll, sondern um einen Baustandard, bei dem jeder einzelne Euro bestens investiert ist in Wohlfühlklima, Wohnkomfort und Wertstabilität.“ Mehr lesen

Wolfgang Geber, Passivhaus-Bewohner in Seeheim-Jugenheim



wilma_m_15jahrepassivhaus.jpg„Meine Hauptsorge vor dem Einzug war, ob ich frieren und das Badewasser heiß genug werden würde. Beide Sorgen erwiesen sich als unbegründet, das stellte sich schon gleich am ersten Tag nach der ersten Dusche heraus. Sie war heiß genug – Erleichterung! Überhaupt haben wir uns in dem Haus vom ersten Tag an rund um wohl gefühlt, wie in einem guten Jackett, das von Anfang an passt und bequem ist. Das hängt sicher auch mit der kontrollierten Lüftung zusammen, die über all die Jahre hervorragend funktioniert, ohne auch nur irgendwelche hörbaren Geräusche (Schalldämpfer verhindern dieses) zu machen oder gar Zug oder Gerüche zu verbreiten.“

Wilma Mohr, Passivhaus-Bewohnerin seit 1991 in Darmstadt



« „Wir hatten den ganzen Winter nie unter 20 Grad Raumtemperatur“, ist Jana Müller-Gerbes (35) begeistert, die mit zwei Kindern und Mann in einer der 19 Eigentumswohnungen lebt. Preiswerter, familienfreundlicher Wohnraum mitten in Frankfurt… »

Quelle: sg, Bild vom 27. März 2003




modernisierung_tevestr.jpg Tevesstraße in Frankfurt am Main: Sanierung mit Passivhaus-Komponenten, 90% Energieeinsparung

« An der Tevesstraße in der Friedrich-Ebert-Siedlung im Gallus (Frankfurt)… bescheint die Sonne die beiden frisch sanierten Häuserblocks, … Mieter sitzen auf ihren nagelneuen Balkonen, … Dass sie Teil eines bundesweiten Pilotprojektes, eines bauökologischen Experiments, waren, wissen die meisten in der Tevesstraße 36 bis 54 zwar nicht. Zweierlei ist ihnen aber klar: Erstens: „Hier ist es nach der Sanierung phantastisch.“ Zweitens: „Das mit dem Energiesparen funktioniert super.“ Mieter Sascha Will ist restlos begeistert. Insgesamt hatte er in seiner früheren Wohnung, die zudem kleiner war, annähernd das Sechsfache an Nebenkosten gezahlt im Vergleich zur Tevesstraße. »

Quelle: Frankfurter Rundschau vom 12.07.2007: Alte Wohnhäuser wurden dank Passivhausprinzip zu Energiesparern. Recherche: Jutta Ochs



passivhaus_hamburg_l.jpg « Uschi L.: Ich habe genug frische Luft, auch wenn ich die Fenster geschlossen lasse. Die öffne ich nur, wenn ich auf den Balkon möchte oder mehr kalte Luft benötige. Im Sommer schlafe ich auch bei geöffnetem Fenster. Die Lüftung reguliert sich von alleine. Auch die Heizkörper musste ich nicht bedienen, weil ich sie noch nie gebraucht habe. Deshalb sind die Heizkosten erheblich geringer als in meiner alten Wohnung. Ich bezahle für meine 50 m²-Wohnung nur 5 Euro im Monat. Die niedrigen Energiekosten waren für mich die höchste Motivation, in ein Passivhaus zu ziehen. Verbessert werden sollte die Feinregulierung der Zulufttemperatur. Und man sollte darauf achten, dass die Räume im Sommer über außenliegende Jalousien verschattet werden können. Ich würde immer wieder in ein Passivhaus ziehen. »

Quelle: „Leben im Passivhaus“, Broschüre der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg, erschienen im April 2007.



robert_sengotta.jpg„Gerne benutzen wir immer wieder unseren thermisch getrennten aber dennoch passivhaustauglichen Wintergarten. Auch an trüben und sehr kalten Wintertagen läßt sich dieser mit Kerzen, Teelichtern, Gästen und/oder Christbaum beheizt genießen. Mit einem Schmunzeln registrierten wir, dass sich im Passivhaus tatsächlich Tätigkeiten wie Bügeln und Plätzchenbacken spürbar bemerkbar machen. In der Übergangszeit genieße ich in unserem Haus wohlige Temperaturen in kurzer Sommerkleidung, wenn andere Haushalte schon längst die Heizung benutzen. Eher amüsant finde ich, wenn es uns hin und wieder passiert, dass wir dann zu leicht bekleidet das Haus verlassen wollen.“

Robert Sengotta bewohnte seit 1999 eines der ersten Passivhäuser in Günzburg. Seine gesammelten Erfahrungen finden Sie hier (Passivhaus Institut).



« „Endlich habe ich mal warme Füße. Hier kriegt mich keiner mehr raus aus diesem wunderbaren Haus“ schwärmt Karin Pankoke… sie lebt mit ihrem Mann … und Sohn … in einem der 32 Reihen-Passivhäuser (195 000 €) in der Siedlung Lummerland am Kronsberg. »

Quelle: C. Jacob-Rüdiger, Bild Hannover vom 16. März 2000




frau_und_herr_stiegeler_passivhaus.jpg„Wir hatten nie einen Temperaturabfall unter 20°. Als es außen max. minus 10° hatte, maßen wir plus 23° C in der Wohnung, ohne dass wir heizen mussten. Nach dem ersten, wenn auch milden Winter (der Einzug war im September 2000) wissen wir, dass wir auch bei minus 20° C keine Probleme haben werden. Die kritischen Tage waren nicht die kalten Tage, sondern die schmuddeligen mit 0 – 5°C, ohne Sonne. In beiden Gebäuden befindet sich als Notheizung ein Elektroheizregister in der Lüftung, dieses war bisher lediglich 30 Stunden in Betrieb, und das, obwohl das nördliche Haus bis jetzt nicht bewohnt ist. An etwas sonnigen Tagen ergaben sich durch die Fenster der Südseite extrem hohe solare Erträge.

Wir definieren Wohnkomfort nicht als Verzicht auf Heizkörper. Für uns ist es wichtig, dass wir, außer in unserem Schlafzimmer, alle Räume ganz normal über die Fenster belüften können und wenn es den Kindern gefällt, können sie durch ihre Türen auf den Balkon. Wir handhaben das Gebäude als ein ganz normales Haus. Dort lässt man im Winter auch nicht die Türen und Fenster offen.“

Quelle: EB 2/2001, Seite 72, Interview Pfäffinger



passivhaus_mindelheim_winter_k.jpg « Acht Jahre nach dem Einzug in sein Passivhaus und bevor er neue, teure Wärmemessgeräte einbauen müsste, hat Karl Geller, umweltbewusster Mindelheimer Berufsschullehrer, seine lückenlosen Aufzeichnungen geprüft und ein vorbehaltlos positives Resümee gezogen: „Die Passivhaus-Technik funktioniert und ich kann sie jedem nur dringend empfehlen.“

In einem Gespräch mit der Mindelheimer Zeitung fasste er sein „privates Ökoaudit“ zusammen: Die sechsköpfige Familie Geller, darunter zwei Kinder, kam im Winter dank der guten Isolierung des Hauses und des ausgeklügelten Belüftungssystems fast ohne Heizung aus - der „Notvorrat“ an Brennholz im Keller reicht lange. Karl Gellers Aufzeichnungen belegen, dass in den Wohnräumen stets zwischen 20 und 24 Grad herrschten, nur äußerst selten waren es 18 Grad. „Aber unsere gut isolierten Wände strahlen keine Kälte ab, im Sommer halten sie die Hitze draußen und im Winter die Wärme drinnen.“ Sie hätten weder Probleme mit Feuchtigkeit noch mit schlechter Luft. Und Geller räumt noch mit einem weiteren gängigen Vorurteil auf: „Wir machen im Sommer unsere Fenster genauso auf wie jedermann.“

Die Heizsaison ist in einem Passivhaus sehr kurz: „Wir fangen meist Ende November an und hören Mitte Februar auf - den Rest macht das Haus allein“, berichtet Geller. »


Quelle: Angela David, Mindelheim – Augsburger Allgemeine vom 4.07.2007



schulleiter_hagel.jpg Oberstudiendirektor Hubert Hagel, Schulleiter: „Der Schulträger hat sich für den Bau einer Passivhaus-Schule entschieden, um die Heizkosten zu senken und die innenklimatischen Zustände in den Klassenzimmern zu verbessern. Die Schüler und auch die Lehrer fühlen sich rundum wohl in dem Neubau. Ich glaube, ich kann behaupten, dass dieses Gebäude in der Form konkurrenzlos in ganz Europa ist. Das Lüftungskonzept ist sehr nutzerfreundlich, da es vollautomatisch gesteuert wird. Die Schüler und Lehrer müssen nichts selber bedienen. Es ist ein bis zu 4-facher Luftwechsel je Unterrichtsstunde möglich. Das ist mehr, als über Fensterlüftung erreicht werden könnte. Das System ist technisch so intelligent, dass es weiß, wie viele Schüler um wie viel Uhr in welchen Klassenraum kommen. Darauf zugeschnitten temperiert das System im Winter minutengenau bereits vor. Wir sind alle begeistert. Im Sommer sind die Innentemperaturen ebenfalls hervorragend. Gerade haben wir draußen 30°. Drinnen bei mir sind es 22°. Und das ganze ohne fossile Energien, nur durch Kühlung mit der Betonkerntemperierung und dem Grundwasser. Wir haben drinnen immer so 22 – 23°. Alle unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt.“

Quelle: „Leben im Passivhaus“, Broschüre der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg, erschienen im April 2007.

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